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Dr. Christian Schulz erhält Heinz-Billing-Preis 2017

Dr. Christian Schulz erhält Heinz-Billing-Preis 2017
Autor:

Kerstin Fröhlich, Isabel Häuser

Links:
Datum: 27.10.2017

Dr. Christian Schulz erhält Heinz-Billing-Preis 2017

Der Zuspruch des Auswahlgremiums der Max-Planck-Gesellschaft für den Heinz-Billing-Preis fiel in diesem Jahr aufKIT-Wissenschaftler Christian Schulz. Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten im Bereich des wissenschaftlichen Rechnens honoriert. Preisträger Christian Schulz studierte und promovierte am KIT in den Fächern Informatik und Mathematik. Neben hervorragenden Abschlussnoten während des Studiums, erhielt er auch für seine Dissertation mehrere Preise. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Bereich des Algorithm Engineerings, speziell der Graphenpartitionierung und Parallelverarbeitung.



 

In der Informatik sind Graphen (im Sinne von "Netzwerken") ein universelles Hilfsmittel zur Modellierung von Beziehungen ("Kanten") zwischen Objekten ("Knoten") -- zum Beispiel Straßen zwischen Straßenkreuzungen, Freundschaftsbeziehungen in sozialen Netzwerken, Verweise in Webseiten, oder Interaktionen zwischen simulierten Objekten bei naturwissenschaftlichen Simulationen. Oft muss man diese Graphen in mehrere, etwa gleich große Stücke zerlegen. Insbesondere, wenn sie so groß werden, dass ein einzelner Computer sie nicht mehr effizient verarbeiten kann. Diese Aufteilung ist aber umso nützlicher, je weniger Verbindungen zwischen den Teilgraphen dabei zerschnitten werden. Auf diesem Gebiet hat Christian Schulz hat ein wichtiges und breit einsetzbares Werkzeug zur Graphenpartitionierung entscheidend verbessert. Mit seinem Tool KaHiP (Karlsruhe High Quality Partitioning) erzielt er gegenüber bereits bestehenden Werkzeugen in mehreren breit akzeptierten Benchmarks die weltbesten Ergebnisse. Herr Schulz erreicht dies durch die Kombination einer Vielzahl ausgefeilter und sorgfältig aufeinander abgestimmter algorithmischer Methoden. Dieser Durchbruch kommt auch gerade zu richtigen Zeit, denn neue Anwendungen im Bereich "Big Data" erfordern hohe Lösungsqualität auch für sehr große Eingaben.



 

Die Preisverleihung fand am 26. Oktober 2017 während des Symposiums der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin statt.




Der Heinz-Billing-Preis wird von der Heinz-Billing-Vereinigung innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft alle zwei Jahre ausgerufen und zeichnet Fortschritt innerhalb der Disziplin des wissenschaftlichen Rechnens aus. Namensgeber für diese Auszeichnung ist Computerpionier Heinz Billing, der grundlegende Beiträge zum Bau von Computeranlagen und Rechenspeichern leistete und bis zu seinem Tod im Jahr 2017 dem Kuratorium angehörte. Der Preis ist mit 5000€ dotiert.