Ich und Informatik?

Ich und Informatik?
Autor:

Isabel Häuser, Kerstin Fröhlich

Mit Informatik die Welt verändern

Das Gebiet der Informatik beeinflusst nachhaltig einen Großteil unserer Lebens- und Arbeitsbereiche. So werden beispielsweise grundlegende Abläufe in der Medizin, der Biotechnologie, dem Verkehr, den Medien oder der Kommunikation mitbestimmt. Informatiker/innen findet man daher in fast allen Fachgebieten wieder und Absolventen der Informatik haben die Möglichkeit aus einem breiten Fächer von Berufen auszuwählen.

Warum mangelt es also noch an Frauen und Mädchen im kreativen Kosmos der Informatik?

Laut einer Studie des Digitalverbands BITKOM beträgt der Frauenanteil in der IT-Branche nur rund 14%, das heißt nur eine von sieben ITlern ist weiblich. Initiativen der letzten Jahre – wie beispielsweise der Girls’Day – tragen zwar bereits erste Früchte: So wuchs der Frauenanteil an den Erstsemestern im Informatik-Studium zuletzt auf einen Rekordwert von fast einem Viertel (23%) an. Der Bedarf an weiblichen IT-Spezialistinnen ist trotz allem noch lange nicht gedeckt.

 

Anlass genug, nach möglichen Gründen zu suchen, die Mädchen vielleicht daran hindern, ein Informatik-Studium in Erwägung zu ziehen. Hier die "Top 5", die wir immer hören, und die wir hier gerne entkräften würden:

 

Ich habe noch nie im Leben programmiert. Das macht überhaupt nichts. Im Informatikstudium am KIT lernst du Programmieren von der Pieke auf und bekommst auch individuell Hilfe in kleinen Tutoriumsgruppen.
Ich möchte nicht in einem Server-Keller landen Informatiker/innen sind nicht ausschließlich in Kellern zu Hause. Sie sind eher in ganz normalen Büros und auch sehr schicken Gebäuden zu finden.
Als Informatikerin habe ich nichts mit Menschen zu tun. Heutzutage ist die Kommunikation für Informatiker/innen unverzichtbar. Da so viele Bereiche von der Informatik angesprochen werden ist es sogar erforderlich, sich immer wieder auszutauschen. Beispielsweise wird auch Kreativität und Kommunikationsfähigkeit durch die Arbeit in Gruppen abverlangt.
Das Studium wirkt auf mich sehr abstrakt und theoretisch. Die Arbeit besteht nicht nur aus Theorie und Sitzen vor dem Monitor. Oft ist auch plastische oder mechanische Arbeit gefragt oder die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie z.B. in der Medizininformatik. Es können auch Dinge wie Projektorganisation, Kundenberatung oder Präsentationen zum möglichen Aufgabenfeld  einer Informatikerin gehören.
In so einer Männerdisziplin gehe ich bestimmt unter.

Zwar ist der Frauenanteil bislang immer noch in der Minderheit, dies birgt aber auch einige Chancen. So bleibt man beispielsweise den Dozenten während des Studiums länger im Gedächtnis und kann durch diesen Vorteil auch fachlich punkten.

Du bist dir trotzdem noch nicht sicher, ob ein Informatik-Studium, was für dich ist? Dann mach den MINT-Test.