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Neben Werbeflyern und Rankings

Neben Werbeflyern und Rankings
Autor:

Janka Kuhfuß

Links:
Datum: 27.04.2017

Neben Werbeflyern und Rankings

Was Studieninteressierte meist nicht über das Informatikstudium am KIT wissen

Die Qual der Wahl

Wenn man sich für ein Informatikstudium interessiert, steht man schnell vor einem Berg an Informationen. Die erste Auswahl, welche Studiengänge an welchen Hochschulen für einen Studieninteressierten persönlich interessant sind, ist meist das Schwerste – selbst wenn das Ziel „Informatik studieren“ schon feststeht.

Was soll ich nur studieren?

Am Ende sind es oft Standortgründe oder das Abschneiden der Hochschule in Rankings, welche die Studierenden zu ihrer Entscheidung bewogen haben. Eher selten bleibt noch die Zeit dazu, herauszufinden, was das Informatikstudium an der Wunschuni eigentlich auszeichnet und was Unterschiede zu anderen Hochschulen sind. Dabei ist Informatikstudium nicht gleich Informatikstudium!

Das Gute daran: wenn du das geschafft hast, hast du dich schon in einer für die Informatik wichtigen Sache geübt: Probleme lösen. Situationen analysieren, dir Informationen beschaffen und Lösungen finden wird dich dein Studium und dein Berufsleben lang beschäftigen.

Aus diesem Grund möchten wir versuchen, dir einen kurzen Überblick zu geben, wie das Informatikstudium am KIT aussieht und auch insbesondere darauf eingehen, was es von anderen Informatik-Studiengängen an anderen Universitäten in Deutschland unterscheidet.
Die Inhalte

Der grundsätzliche Aufbau des Studiums ist an vielen Unis vergleichbar, da er sich an der Informatik selbst orientiert: Du lernst aus allen Teilbereichen der Informatik – theoretische, technische und praktische Informatik – und aus der Mathematik die Grundlagen. Allerdings legen manche Hochschulen einen Schwerpunkt auf praktische Informatik, andere auf theoretische Informatik. Auch die Tiefe der mathematischen Grundlagen ist vom Ziel des Studienganges abhängig.

Wenn du nun einen spezielleren Informatikstudiengang wählst (zum Beispiel Technische Informatik oder Medizininformatik), dann wird vieles der Grundlagen darauf zugeschnitten sein, was du in diesem Informatikbereich besonders benötigst. In „allgemeinen“ Informatikstudiengängen wie dem am KIT wirst du hingegen besonders breite Grundlagen lernen, sodass du für alle Teilbereiche der Informatik gut gewappnet bist.

Das KIT legt in allen technischen Studiengängen einen Fokus auf gute mathematische Grundlagen. Für die Informatik bedeutet das konkret 38 Leistungspunkte (ECTS) in Mathematik im Pflichtbereich. Wer möchte, der kann bei uns auch Analysis und Lineare Algebra für Mathematiker, anstelle der entsprechenden Informatiker-Vorlesungen, hören. Dann erhöht sich die Zahl der Leistungspunkte auf 45. Vergleichbare Informatikstudiengänge an Universitäten haben oft nur zwischen 26 und 36 ECTS in Mathematik.

In den Teilbereichen der Informatik ähneln sich Universitätsstudiengänge sehr. Die technische Informatik nimmt meist etwas weniger Raum ein als praktische und theoretische Informatik. Auch das KIT bietet hier einen grundständigen Studiengang, der alle Bereiche abdeckt. Nur manche, oft speziell als „Softwareengineering“ ausgezeichnete Universitätsstudiengänge sowie viele Hochschulstudiengänge legen einen stärkeren Fokus auf praktische Informatik.

Nachdem du Grundlagen in allen Bereichen gelernt hast, möchtest du aber sicher auch noch wählen, was dich selbst interessiert. Dazu ist der Umfang des Wahlbereichs interessant: Hier liegt der KIT-Studiengang mit 25-32 ECTS (abhängig von der Größe der im Pflichtbereich eingebrachten Mathematik-Vorlesungen) im guten Mittelfeld.
Die Rahmenbedingungen

Interessant für den Wahlbereich ist aber nicht nur der Umfang, sondern auch die reale Auswahl an Vorlesungen, die im Wahlbereich belegt werden können. In unserem Wahlbereich ist vorgesehen, neben einem Proseminar zwei Stammmodule einzubringen. Diese bilden Grundlage für Vertiefungsrichtungen (auch im Master) und werden jedes Jahr angeboten. Aus den 11 angebotenen Veranstaltungen müssen neben zwei im Bachelor auch vier im Master ausgewählt werden.

Der restliche Wahlbereich kann frei aus dem Vorlesungsangebot der Fakultät aufgefüllt werden. Wie viel Auswahl hier besteht, ist meist von der Größe der Fakultät abhängig. Mit über 3000 Studierenden im Fach Informatik gehört der KIT-Studiengang zu den größeren Informatikstudiengängen in Deutschland. Entsprechend groß fällt auch das Vorlesungsangebot durch die sieben Institute der KIT-Fakultät aus.

Die Größe des Studiengangs wirst du schon in der ersten Vorlesung bemerken. Mit mehreren hundert Kommilitonen in einer Vorlesung zu sitzen fühlt sich ganz anders an als mit 30 Mitschülern im Klassenraum. Daher bietet die KIT-Fakultät für Informatik ein Mentorenprogramm durch Studierende höherer Semester an, das Studienanfängern beim Eingewöhnen hilft. Vor allem ist es wichtig, schon von Anfang an gemeinsam mit Kommilitonen zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

Studierende im Audimax
Während einer Vorlesung im Audimax, dem größten Hörsaal auf dem Campus.
 

In der IT-Region Karlsruhe bieten viele Firmen spannende Werkstudenten-Jobs für Informatikstudierende. Die KIT-Fakultät fördert und unterstützt die Studierenden bei Praktika und Auslandssemestern.
Das Drumherum

Zu guter Letzt besteht das Studium nicht nur aus Vorlesungen und Lernen. Auch das typische „Studentenleben“ gehört dazu, egal wie typisch oder untypisch du das ausleben möchtest. Hier bieten der Campus und Karlsruhe viele Möglichkeiten.

In der Studierendenschaft des KIT kannst du dich politisch engagieren und dich z.B. für die Verbesserung der Studienbedingungen einsetzen. Daneben bieten Hochschulgruppen Möglichkeiten zu sozialem, kulturellem und politischem Engagement, Freizeitaktivitäten und Kontakten in die Wirtschaft. Eine ganze Palette an sportlichen Aktivitäten bietet der Hochschulsport am KIT vom Freizeitniveau bis zu professionellen Ligamannschaften.

Auch zum Entspannen gibt es in Karlsruhe Möglichkeiten. Auf dem Campus des KIT ist alles nah beisammen und fußläufig erreichbar. Viele grüne Flecken laden ein, zwischen den Vorlesungen die vielen Sonnenstunden Karlsruhes zu genießen. Oft findet man die Studierenden des KIT auch im Schlossgarten oder anderen Plätzen der Stadt, von denen viele sogar mit WLAN abgedeckt sind. Auch in der an den Campus angrenzenden Innenstadt ist man gut zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.
Empfehlungen

 

Studierende
Outdoor-Lerngruppe auf dem Campus

 

Setze dich wirklich mit deiner Studienwahl auseinander! Falls du die Möglichkeit hast, besuche die Hochschulen, die dich interessieren persönlich für mindestens 1-2 Tage. Setze dich in eine Vorlesung, laufe über den Campus, sprich mit Studierenden (z.B. aus der Fachschaft) über ihre persönlichen Erfahrungen und schau, ob es Angebote für Studieninteressierte gibt. Nur du kannst sagen, wo du dich wirklich wohlfühlst – und wahrscheinlich wirst du mehr als drei Jahre deines Lebens dort verbringen!