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Vorlesungen müssen ein Erlebnis sein!

Vorlesungen müssen ein Erlebnis sein!
Autor:

Barbara Dörrscheidt

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Datum: 26.11.2010
KIT-Fakultätslehrpreis 2010 geht an Dr. Victor Pankratius
Bislang ging der Fakultätslehrpreis ausschließlich an Professoren. Dr. Victor Pankratius ist der erste Nachwuchsgruppenleiter, der mit diesem Preis ausgezeichnet wird (Foto: KIT)

Vorlesungen müssen ein Erlebnis sein!

KIT-Fakultätslehrpreis 2010 geht an Dr. Victor Pankratius

Dr. Victor Pankratius, Leiter der Nachwuchsgruppe "Multicore Software Engineering" am Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation (IPD), ist mit dem Fakultätslehrpreis des KIT ausgezeichnet worden. Er ist damit der erste Dozent ohne Professorentitel, der diesen Preis erhält. Grundlage für die Entscheidung war die hervorragende Bewertung seiner Lehrveranstaltungen durch die Studierenden. Sie bescheinigten Pankratius’ Vorlesungen und Praktika große fachliche Tiefe sowie einen interaktiven und mitreißenden Lehrstil. Der Fakultätslehrpreis wurde am 6. November im Rahmen der Akademischen Jahresfeier von den Präsidenten des KIT verliehen.

In seinen Lehrveranstaltungen im Bereich Multicore Software Engineering legt Pankratius trotz hoher Teilnehmerzahlen besonderen Wert auf Interaktion. Mit Live-Experimenten erobert er die Aufmerksamkeit der Studierenden und überträgt die gemeinsam im Plenum erarbeiteten Ergebnisse auf den Gegenstand der Vorlesung. Die Inhalte jeder Sitzung wiederholt er in der folgenden Woche gemeinsam mit den Studierenden. »Darüber hinaus bilde ich Lesegruppen, in denen die Studenten über den erarbeiteten Stoff und über wissenschaftliche Artikel vorbereitend diskutieren können«, erklärt Pankratius. Auf diese Weise werden angehende Informatiker sehr früh an die Forschung herangeführt. Spannend sollten die Vorlesungen sein und ein Erlebnis. »Es muss in den Veranstaltungen schließlich irgendeinen Mehrwert für die Studierenden geben, sonst könnten sie auch zu Hause bleiben und dort die Folien lesen«, so Pankratius. Wichtig ist ihm auch der Bezug zur Praxis: In der Lehrveranstaltung »Praxis der Multikern-Programmierung« etwa entwickelten die Studierenden vorlesungsbegleitend in kleinen Teams Softwareanwendungen. Einige Anwendungen wurden von den Studenten in Zusammenarbeit mit den amerikanischen Firmen Sun Labs und Oracle im Rahmen eines Open-Source-Projekts frei zum Download angeboten. »Durch Projekte wie diese eröffnen wir den Studierenden Einblicke in zukünftige Arbeitsbereiche und zeigen ihnen, wie wichtig Teamarbeit in der Software-Entwicklung und insgesamt in der Informatik ist.«

Dr. Victor Pankratius leitet die Nachwuchsgruppe "Multicore Software Engineering" am Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation. Er ist zugleich Mitbegründer und Sprecher des internationalen GI-Arbeitskreises "Software Engineering for Parallel Systems (SEPARS)". Seine Forschung bringt die Softwaretechnik im Multicore-Kontext voran und deckt ein breites Themenspektrum ab, wie z.B. automatische Performanzoptimierung, Programmiermodelle, Fehlerfindung sowie empirische Studien. Dr. Pankratius promovierte 2007 mit Auszeichnung am KIT und erhielt mehrere Preise für seine Arbeiten im Multicore Software Engineering. Er ist Mitglied von ACM, IEEE, HiPEAC und der Gesellschaft für Informatik (GI).