KIT-Fakultät für Informatik

Entwicklung und Meilensteine

Geschichte der FakultätStadtmuseum Karlsruhe

An der Technischen Hochschule Karlsruhe (dem heutigen KIT) begann die Entwicklung der Informatik als Disziplin Ende der 1950er-Jahre. Am Institut für Angewandte Mathematik einerseits beschäftigte man sich mit elektronischen Rechenautomaten und programmierte unter Anleitung von Karl Nickel am Rechner Zuse 22. Andererseits trieb das Institut für Nachrichtenverarbeitung und Nachrichtenübertragung unter Karl Steinbuch die Programmierausbildung am Rechner ER 56 voran. Die Aktivitäten verliefen schon früh koordiniert; beide Institute stellten die Rechenleistung ihrer Anlagen der gesamten Hochschule zur Verfügung, noch bevor es ab 1966 ein institutionalisiertes Rechenzentrum gab.

Zum Beginn des Jahres 1969 wurde das Institut für Informatik unter Leitung von Karl Nickel gegründet, das zunächst an der Fakultät für Mathematik angesiedelt war. Die Einführung des Diplomstudiengangs Informatik erfolgte zum Wintersemester 1969/70. Der Ausbau zur Fakultät für Informatik war beflügelt durch das zweite Datenverarbeitungsprogramm der Bundesregierung und das darin angesiedelte Überregionale Forschungsprogramm Informatik (ÜRF) und so wurde zum 01.10.1972 die Fakultät für Informatik als erste so bezeichnete Einheit für Forschung und Lehre mit vier Instituten in Deutschland gegründet.

In den vergangenen Jahrzehnten seit der Gründung ist viel passiert. Anfänglich als Randentwicklung angesehen, ist Informatik inzwischen zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts geworden. Informatiksysteme haben unsere Lebenswelt durchdrungen und sind Grundlage zahlloser Geräte und Anwendungen, die uns den Alltag erleichtern und die kaum einer missen möchte. Die Fakultät für Informatik am Karlsruher Institut für Technologie gehört heute zu den vielfältigsten und renommiertesten Informatik-Fakultäten in Deutschland und Karlsruher Informatikerinnen und Informatiker setzen mit ihren Forschungsleistungen Impulse für viele Errungenschaften der Informationsgesellschaft – damals wie heute.